|
NEUE KIRCHE ST. PETER MONSTEIN
Der Grundstein zur neuen Kirche St. Peter, Monstein,
wurde am 26. Juli 1896 gelegt; am 26. Dezember 1897 fand der Festgottesdienst
zur Einweihung der neuen Kirche statt. Wie kam es dazu, dass in
Monstein eine zweite Kirche gebaut wurde?
Die Monsteiner hatten für ihre alte Kirche als Ersatz für
die Jenatsch-Wildener-Glocke von 1670 im Jahre 1885 zwei neue Glocken
angeschafft. Am 17. Dezember 1885 läuteten diese zum ersten
Mal zusammen mit der heute noch im alten Turm hängenden Branger-Glocke.
Die Freude am neuen Geläute dauerte aber nur kurze Zeit, denn
bald stellte sich heraus, dass der Turm der alten Kirche der Belastung
nicht standhielt und Risse im Gemäuer entstanden. Es drängte
sich daher ein Kirchenneubau auf. Über den zu wählenden
Standort der neuen Kirche entstand ein erbitterter Streit zwischen
den Bewohnern des inneren Teiles des Dörfleins und denjenigen
des unteren Dorfteiles nebst den auswärtigen Höfen. Nach
verschiedenen Gemeindeversammlungen obsiegte der untere Dorfteil
und die Kirche wurde auf dem heutigen Standort "Hööhaalda"
gebaut. Beschlossen wurde der Bau damals nicht von der Kirchgemeinde,
sondern von der Fraktionsgemeinde, und finanziert wurde er aus eigenen
Mitteln, u.a. aus dem Erlös des Holzverkaufes. Die Trennung
von Fraktions- und Kirchgemeinde erfolgte erst im Mai 1919.
Gebaut wurde die Kirche vom Davoser Architekten Gaudenz Issler im
damals modernen Jugendstil, der den hässlichen Formen der industriellen
Massenproduktion die zierlichen Formen solider Handwerkskunst entgegensetzen
wollte.
Zum 100 jährigen Jubiläum der Kirche St. Peter wurde eine
Aussenrenovation durchgeführt, u.a. mit der Erneuerung der
kaum noch lesbaren Zifferblätter der Kirchenuhr. Diese Renovation
wurde möglich dank vieler grosszügigen Spenden.
|